Back from New Zealand

Lange nichts gehört – ich weiß. Direkt nach unserem letzten Projekt verbrachte ich die Zeit bis Ende Juni im schönen Neuseeland, wo ich die Ehre hatte, gemeinsam mit der South Island Organ Company in Timaru (pipeorgans.co.nz) zu arbeiten. Was soll ich sagen? Die Zeit mit meinen neuseeländischen Freunden und Kollegen war unvergesslich! Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln und habe ganz nebenbei noch nahezu das ganze Land – verteilt auf zwei wunderschöne Inseln – erkunden können. Ich habe viel über den englisch geprägten Orgelbau dort gelernt, technisch und intonatorisch und überhaupt!
Von beeindruckenden Konzertorgeln wie in der Auckland Town Hall (Erbauer Hill, Norman & Beard, UK) oder kleinen, aber feinen Instrumenten wie zum Beispiel in St Stephen’s Ponsonby (Erbauer George Croft, Auckland) habe ich mir die ein oder andere technische Raffinesse abgucken können. Manches konnte ich aber auch von hier mitbringen, so ist es ja nicht! Anbei ein kleiner Video-Link. 🙂

https://www.pipeorgans.co.nz/2020/07/a-joyful-noise-at-st-stephens-ponsonby/

Oder auch:

https://www.stuff.co.nz/entertainment/119817069/parts-of-an-historic-invercargill-church-organ-are-being-put-into-storage

Und wer von Ihnen gerne etwas mehr über die Geschichte, die Arbeit und die Menschen in der South Island Organ Company erfahren möchte, bestellt sich am besten gleich das frisch veröffentlichte Buch, „More Than A Pipe Dream“! Das kann ich nur empfehlen. 🙂
Oder Sie machen Ihren nächsten Urlaub am anderen Ende der Welt und schauen einfach mal in der Werkstatt vorbei…

Es wird nicht die letzte Neuseeland-Reise für mich gewesen sein und auch werde ich/werden wir mal wieder zum Arbeiten auf die andere Seite des Äquators reisen, das steht mal fest.

Aber nun zurück im gerade sonnigen Deutschland geht es weiter mit frischer Energie. Wir stürzen uns mit vereinten Kräften in die aktuelle Arbeit!

Nun freue ich mich auf unsere spannenden Projekte und viele schöne Begegnungen!

All the best!

Lisa

Et voilà!

Am hinter uns liegenden Wochenende wurde die Herdorfer Orgel feierlichst eingeweiht.

Wir freuen uns, dass wir der Gemeinde ihr neues Instrument übergeben konnten und hoffen, dass es die Menschen dort lange erfreut! 🙂

Die Zeit der Montage in Herdorf war eine schöne Zeit, in der wir vielen netten Menschen begegnen durften und allzeit bestens versorgt waren. Vielen Dank an dieser Stelle für die ausgezeichnete Unterstützung in Form von Getränken aller Art, Süßigkeiten und was ein Orgelbauer sonst noch so braucht… 😉

Wir freuen uns auf ein alljährliches Wiedersehen!

Technische Informationen

  • Tontraktur: mechanisch
  • Registertraktur: elektrisch
  • Windladen: Wechselschleifladen
  • Manualumfang: 2 Manuale à 56 Töne
  • Pedalumfang: 32 Töne

Ganz schön viel Holz!

Mit diesem schönen ausgesuchten Eichenholz geht es nun frisch an’s Werk!

Der Bau der Herdorfer Orgel geht voran. Viele Bretter sind schon zugeschnitten und gerichtet, das Pfeifenwerk ist frisch renoviert.

Die evangelische Kirchengemeinde in Herdorf-Struthütten bekommt eine neue Orgel mit 19 Pfeifenreihen auf Wechselschleifladen in einem vollständig schwellbaren Gehäuse. Das Pfeifenwerk dafür stammt hauptsächlich aus einer englischen Orgel (Wadsworth, UK) und bietet eine wunderbare Grundlage – insbesondere zur Darstellung von Orgelliteratur der Romantik.

Unser Entwurf aus 2016

Es ist vollbracht! :-)

Seit dem 19. Mai ist die Brünener Orgel im Dienst und bringt der Gemeinde auch in der Zukunft hoffentlich viel Freude.

Wir schauen gerne zurück auf die Zeit in Brünen und die vielen freundlichen Begegnungen und Aufmerksamkeiten, vielen Dank dafür!

Technische Informationen

Tontraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Windladen: Schleifladen
Manualumfang: 2 Manuale à 56 Töne
Pedalumfang: 30 Töne

Gesellenprüfung 2019 – Orgelbauer braucht die Welt!

Seit wenigen Wochen gibt es wieder ein paar Orgelbaugesellen/-gesellinnen 😉 mehr.

Nach 3 ½-jähriger Ausbildung an der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg halten wir endlich unseren Gesellenbrief in der Hand! 🙂

Das Portativ wurde nach einem Entwurf der Prüfer gebaut und in der Werkstatt vorbereitet. In der 2 ½-tägigen Prüfung mit vier Arbeitsproben wurde es dann vollendet.

Der Abschluss naht

Nicht nur das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu, auch die Werkstattarbeiten an der Brünener Orgel sind weitestgehend abgeschlossen, so dass im neuen Jahr der Aufbau vor Ort beginnen kann. Mit voller Kraft wird noch an den letzten Details gearbeitet. Viele Gehäuseteile wurden schon in den Kirchenraum verbracht, die Prospektpfeifen sind aufpoliert und viele Register sind bereits intoniert.

Hier ein paar Eindrücke aus der letzten Zeit! 🙂

Windladenbau

Pfeifenrenovierung

Rückpositivsgehäuse nach Entfernung der alten Farbfassung

Rückpositivsgehäuse neu geölt

… Wir wünschen allen Kunden, Partnern, Freunden und Bekannten ein fröhliches Weihnachtsfest und schon jetzt alles Gute für das kommende Jahr 2019! 🙂

Was lange währt…

Nach einer langen Bauphase sind die Arbeiten an der Moerser Orgel nun endlich abgeschlossen. Wir haben eine technisch neue Orgel errichtet mit elektrischer Ton- und Registertraktur, zahlreichen zusätzlichen Windladen und neuem Spieltisch. Letztendlich wurde das Instrument von 38 Registern auf 54 Register  erweitert. Davon sind 5 Register mit Einzeltonsteuerung versehen, sodass sie vielfältig in mehreren Teilwerken zur Verfügung stehen. Die Erweiterungen stammen hauptsächlich aus englischen Orgeln des 19. Jahrhunderts.
Dank moderner Steuerungstechnik bietet die Orgel jetzt unglaublich viele Registriermöglichkeiten und unterschiedlichste Spielhilfen: Pizzicato, Sostenuto, Sforzando, Crescendo, Orage, Transponiereinrichtung, Sub- und Superoktavkoppeln… Außerdem sind die Werke den Manualen frei zuzuordnen.

Wir sind sehr froh, dass wir die Orgel vor wenigen Monaten der Kirchengemeinde übergeben konnten und freuen uns auf das ein oder andere Konzert in der schönen Moerser Stadtkirche! 🙂

Aus Alt mach Neu!

Das Orgelwerk in Unkel steht!

Wir freuen uns, dass das Instrument den Menschen dort Freude macht und bedanken uns sehr für die tolle Aufnahme in der Gemeinde!

Das Innere der Orgel stammt größtenteils aus einer von der Gemeinde beschafften Orgel der Firma Weigle aus dem Jahr 1955, vorher beinhaltete sie 9 Register. Das Instrument verfügt jetzt über zwei Manuale (56 Töne) und Pedal (30 Töne) mit insgesamt 18 Registern.

Das Äußere der Orgel wurde vollkommen neu gestaltet.

Disposition nach dem Umbau:

Hauptwerk, Manual I
1 Principal 8’
2 Holzflöte 8´
3 Octave 4´
4 Octave 2´
5 Quinte 1 1/3’
6 Mixtur 2-3 f. 1 1/3´
7 Oboe 8´

Positiv, Manual II
8 Bordun 8´
9 Salicional 8’
10 Rohrflöte 4´
11 Nasard 2 2/3´
12 Feldflöte 2´
13 Terz 1 3/5´
14 Krummhorn 8’
Tremulant

Pedal
15 Subbass 16’
16 Principalbass 8’
17 Bassflöte 8´
18 Choralflöte 4’

 

 

Orgelabbau- so schnell geht’s

In den letzten Tagen haben wir die Orgel in Brünen abgebaut, um in der Werkstatt die historischen Gehäuseteile zu restaurieren und die nachträglich hinzugefügten Teile fachgerecht zu erneuern.

Bis jetzt bestand das Orgelwerk aus einer historischen Prospektfront aus dem Jahr 1828 und einem aus modernen Werkstoffen bestehenden Gehäuse (Spanplatte, Tischlerplatte, etc.) aus dem Jahr 1963. Auch das Orgelinnere ist 1963 vollständig erneuert worden.

Im nächsten Jahr soll sie dann wieder erklingen, innen eine neue Orgel, äußerlich wird sie fast die Alte bleiben.

Jedoch wird sie vor allem anders klingen! Wir bleiben gespannt. 🙂

Von wegen “lange Leitung”…

Elektrik kann ja soo schön sein!

Wenn sie nicht nur sicher, sondern auch noch schön ist, haben doch alle etwas davon. Kabel für Kabel fein säuberlich durch frisch gebohrte Leisten gezogen, das macht Spaß… Aber das Ergebnis erfreut des Orgelbauers und auch des Elektrikers Herz, oder etwa nicht?

Hier ein vorher-nachher-Vergleich, herrlich!

Mag sein, dass nicht jeder klassische Orgelbegeisterte die neuen Techniken schätzt, das verstehe ich gut. Jedoch ermöglicht uns all das ungeahnte Möglichkeiten und die Orgel bleibt doch noch was sie war: die Königin der Instrumente!

In diesem Sinne: eine gute Woche! 🙂